Technologie
Warum heisst der iPod eigentlich iPod?
Sechs Namen bekannter Technologie-Produkte und wo sie ihren Namen her haben (13.11.2008)
Der Name ist für ein Produkt außerordentlich wichtig. Es wird gemunkelt, dass Blu-ray den Formatstreit gegen HD-DVD vor allem wegen seines attraktiveren Namens gewonnen hat. Und Microsoft muss aktuell erkennen, dass Vista nicht die allerbeste Namenswahl gewesen ist.
Diese Namen kennen wohl die Meisten: iPod, Wikipedia, Android oder Firefox. Doch wo kommen diese Namen eigentlich her?
iPod
In der Zeit als Apples mp3-Player entwickelt wurde, legte Steve Jobs die Unternehmens-Strategie für das kommende Gerät fest: Der damals noch namenlose Player sollte als zentraler Knotenpunkt im Vergleich zu anderen mp3-Spielern positioniert werden. Im Jahr 2000 engagierte Apple den freiberuflichen Werbetexter Vinnie Chieco, der dem Gerät vor seinem Marktstart 2001 einen Namen geben sollte. Chieco dachte über alles Mögliche nach, was mit einem zentralen Knotenpunkt in Verbindung stehen könnte. Schließlich beschäftigte er sich mit dem Konzept eines Raumschiffes. Die schlichte, weiße Hülle des Prototyps erinnerte ihn an den Film „2001: Odyssee im Weltraum“. Dave spricht darin zu dem Computer HAL den berühmten Satz: „Open the pod bay door, HAL!“ (HAL, mach die Tür auf). Das Wort pod war geboren, noch schnell ein i davor, um an den iMac zu erinnern und fertig war der Name iPod.
BlackBerry
Hersteller RIM (Research in Motion Ltd.) beauftragte eine Firma, um dem neuen E-Mail-fähigen Handy im Jahr 2001 einen Namen zu geben. Das Beratungsunternehmen riet davon ab, den Begriff „E-Mail“ im Namen zu verwenden, da dieses Wort Forschungen zufolge beim Hörer zu erhöhtem Blutdruck führen könne. Der Name sollte vielmehr mit Freude und Friede assoziiert werden. Irgendwann kam einer der Berater darauf, dass die kleinen Knöpfe auf dem Gerät so ähnlich wie Kürbiskerne aussehen. Darauf dachte man über Namen wie „Strawberry“, „Melon“ oder andere Früchte nach. Schließlich entschied man sich für „BlackBerry“, ein Name der sowohl attraktiv klang, als auch an das schwarze Design des Gerätes erinnerte.
Firefox
Einen Namen zu finden, der einerseits gut zu dem eigenen Produkt passt und andererseits auch noch nicht vergeben ist, ist manchmal gar nicht so einfach. Die sehr früheren Versionen des Mozilla-Browsers liefen noch unter dem Arbeitstitel „Firebird“. Aber den selben Namen verwendete bereits ein anderes open-source Projekt. Daher entschied man sich kurzerhand den Namen leicht in „Firefox“ abzuwandeln, da dieser Begriff noch frei war. Der Name Firefox ist also tatsächlich mehr eine Verlegenheitslösung.
Zu Thinkpad, Android und Wikipedia: [Fortsetzung]
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