Software
Google Chrome jetzt nicht mehr im Beta-Status
Google meint, Chrome ist ausgereift genug. Nutzer sind anderer Meinung (12.12.2008)
Google hat seinen drei Monate alten Browser Chrome aus dem Dasein eines Beta-Produktes befreit. Bei Google hieß es, dass die internen Anforderungen an Stabilität und Performance nun erfüllt seien und Chrome daher aus dem Beta-Status entlassen wurde. Während der Beta-Phase seien vor allem Bugs im Video und Audio-Bereich behoben worden. Google versicherte, man würde eine deutliche Verbesserung beim Videoschauen feststellen, wo es bislang einige Performance-Probleme gegeben hatte.
Die erste Nicht-Beta Version wird die Nummer 1.0.154.36 tragen. In den nächsten Tagen soll ein automatisches update die Browser auf den neuesten Stand bringen. Allerdings gab es bereits erste Kritik von Seiten der Nutzer. Viele sind der Ansicht, dass Chrome mitnichten schon soweit sei, als fertiges Produkt zu gelten. Nur weil man einen Browser als stabil bezeichnet, muss das nicht zwingend mit der Realität übereinstimmen, hieß es. In der Tat hat Chrome noch Schwierigkeiten, manche Seiten im Netz korrekt aufzurufen wie www.burningsea.com. Allerdings vermochte es auch der Firefox diese Seite nicht korrekt darzustellen, während der Internet Explorer keinerlei Schwierigkeiten damit hatte.
In der Tat ist es überraschend, dass Google seinen Browser so schnell aus dem Beta-Status entlässt. Bei Google ist man es eher gewohnt, dass Produkte jahrelang in diesem Stadium belassen werden. Zudem fehlen Chrome immer noch ein paar eigentlich selbstverständliche Merkmale wie automatisches Ausfüllen von Formularen oder RSS Unterstützung. Auch gibt es nach wie vor keine Chrome Versionen für Mac oder Linux. Es werden ausschließlich Windows XP und Vista bedient.
Chrome erreichte bei der letzten weltweiten Messung der Marktanteile einen Wert von unter 1% (siehe www.33y.de/browser-marktanteile-november2008.html). Es ist daher eigentlich eher eine Randnotiz, dass Chrome jetzt seinen Beta-Status verliert. Aber das Programm kommt eben von Google und daher ist die Aufmerksamkeit schon von Hause aus sehr hoch.
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