Technologie
Forscher entwickeln Anti-Krebs Bier
Neues Bier mit Anti-Aging und Anti-Krebs Effekt
Wenn Sie bisher dachten, ein gutes kaltes Bier an einem heissen Sommertag sei nicht zu übertreffen, dann müssen Sie möglicherweise umdenken. Ein Forscherteam an der Universität von Houston entwickelt derzeit ein Bier, das gegen Krebs und Herzkrankheiten helfen soll.
Die Forscher nutzen dabei „Genetic engineering“ (Genmanipulation), um eine Biersorte herzustellen, die das Antioxidans Resveratrol enthält, eine Chemikalie, die auch in Rotwein vorkommt und die nachweislich gegen Krebszellen wirken kann, sowie positive Effekte bei Arteriosklerose oder Herzkrankheiten hervorrufen kann.
Forscher an der Universität von Wisconsin hatten bereits im Juni entdeckt, dass Resveratrol, welches in Trauben, Granatäpfeln und Rotwein vorkommt, ein Hauptgrund für das sogenannte französische Paradox ist. Damit wird der Umstand bezeichnet, dass Franzosen im Schnitt seltener an Herzkrankheiten leiden, obwohl die französische Küche ansonsten wegen ihrer Vorliebe für fette Saucen und übermäßigem Käse bekannt ist, also Lieferanten für ungesunde gesättigte Fettsäuren.
Die Forscher hatten entdeckt, dass Mäuse langsamer alterten und gesündere Herzen hatten, wenn ihrem Futter kleine Dosen von Resveratrol beigemischt wurden. Bei wirbellosen Tieren zeigte sich zudem, dass diese bei Gabe von hohen Dosen länger lebten als ihre Artgenossen, denen kein Resveratrol gegeben wurde. Selbst bei Mäusen, die ansonsten ein sehr fetthaltiges Futter bekamen, verringerte sich die Wahrscheinlichkeit eines vorzeitigen Todes bei Zugabe der Chemikalie.
Die Idee, Resveratrol auch Bier beizumischen kam den Forschern bei einer Diskussion über neue Projekte. Der Gedanke, der dahinter steckt ist der, dass die Effekte bei Bier größer sein könnten als bei Rotwein. Denn um bei einem Menschen zu den selben Resultaten zu kommen wie bei den Labor-Mäusen, müsste dieser etwa eine Halbe Flasche Rotwein pro Tag trinken. Zudem variiert der Gehalt an Resveratrol bei Rotwein teilweise erheblich, je nachdem welche Traubensorte verwendet wird. Die Forscher möchten nun ein Bier designen, das eine höhere und stabilere Konzentration der Krebsfeindlichen Chemikalie enthält.
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